LSVT - Praxis für Logopädie Stephan B. Krahn

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Leistungen
Morbus Parkinson - LSVT(R) Lee Silverman  Voice Treatment:
Typische Zeichen einer Parkinson-Erkrankung sind die Verlangsamung der  Bewegungen (Akinese), bei einigen Patienten das Zittern in Ruhe (Ruhetremor) und  die Steifigkeit der Muskulatur (Rigor). Die Erkrankung betrifft häufig nicht nur  die Motorik der Gliedmaßen, sondern auch die für das Sprechen, die Stimmgebung  und das Schlucken verantwortlichen Muskeln. Ein hoher Anteil der  Parkinson-Patienten hat Sprech- und Stimmprobleme, die die Verständigung im  Alltag deutlich einschränken können. Typische Symptome einer durch Parkinson  verursachten Stimmstörung sind: eine leise, raue, behauchte sowie monoton  klingende Stimme, undeutliche Aussprache und ein oftmals zu schnelles Sprechen.

Die LSVT (Lee Silverman Voice Treatment – benannt nach der ersten mit dieser  Therapiemethode behandelten Patientin) Therapie ist ein speziell für die  Behandlung der Sprech- und Stimmstörungen von Patienten mit Morbus Parkinson  entwickeltes, wissenschaftlich erprobtes und evaluiertes Therapieprogramm.

Durch zahlreiche Evaluationsstudien konnten ein sehr guter Transfer des LSVT auf  den Alltag und die Nachhaltigkeit der Wirkung belegt werden.

Die Therapiemethode, die im Jahr 1987 von den amerikanischen  Sprachtherapeutinnen L. Ramig und C. Foxx entwickelt wurde, unterscheidet sich  von anderen Ansätzen dadurch, dass eine Verbesserung der Verständlichkeit über  die Erhöhung der Sprechlautstärke angestrebt wird. Das in jedem  Zertifizierungsworkshop als Grundlage betonte „All you need is loud“- Prinzip  wird in einem vierwöchigen Intensivprogramm eingeübt und durch regelmäßige  häusliche Übungen zur Verbesserung der Stimmfunktion und Sprechlautstärke  ergänzt. Ein Üben über das vierwöchige Intensivprogramm hinaus ist notwendig, um  die erreichten Fortschritte zu bewahren.

In verschiedenen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass der Stimme eine  Schlüsselrolle im Sprechsystem zukommt. Dadurch zeigte sich, dass intensives  Stimmtraining häufig auch deutliche Verbesserungen anderer Funktionsbereiche des  Sprechens, wie zum Beispiel der Atmung, der Aussprache und der Stimmmelodie  bewirkt (dies wird als „cross-over“-Effekt bezeichnet).

Die sofortige Übertragung der lauteren Stimme in den Alltag (Alltagstransfer)  ist neben dem systematischen Aufbau, der einfachen, klaren Struktur ein großer  Vorteil dieses Therapieansatzes. Bereits am ersten Tag der Therapie übt der  Patient die neu erlernte Sprechmethode nach dem „All you need is loud“-Prinzip  anhand einiger kurzer Äußerungen. Diese kurzen Äußerungen werden von  Therapieeinheit zu Therapieeinheit immer länger.

Eine regelmäßige Erhebung und Protokollierung von Übungsdaten, wie z.B.  Lautstärke und Tonhaltedauer, ermöglicht dem Patienten und Therapeuten eine  direkte und detaillierte Rückmeldung über den Therapiefortschritt. Auch die  häuslichen Übungen werden auf extra dafür entworfenen Protokollbögen schriftlich  festgehalten. Dieses Therapieprogramm hat sich auch nach unseren Erfahrungen  sehr bewährt.

Sie haben Fragen zu LSVT, der Durchführung, oder möchten sich bei uns anmelden?

Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!

Sie können uns erreichen wie auf der Seite Anfahrt/Kontakt beschrieben oder  unter 08031-2082391.
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