SEStörungen - Praxis für Logopädie Stephan B. Krahn

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Leistungen
Sprachentwicklungsstörungen:

Der Begriff Sprachentwicklungsstörung ist häufig auf  Verordnungen für eine logopädische Behandlung zu lesen, doch was bedeutet dies  eigentlich?

Als Sprachentwicklungsstörung wird eine nicht altersgemäße Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes bezeichnet.  Dies manifestiert sich vor allem im Vorschul- und Grundschulalter.

Ursachen für Sprachentwicklungsstörungen gibt es  viele, unter anderem:

  • Genetische oder neurologische Faktoren, wie z.B. eine frühkindliche Hirnschädigung
  • Organische oder medizinische Faktoren, wie z.B. Hörstörungen
  • Psychische Faktoren, wie z.B. emotionale Probleme, Trennungssituation der Eltern, etc.
  • Umweltbedingte Faktoren, wie z.B. übermäßiger Medienkonsum (Fernsehen, PC,...)
  • mangelnde Sprachanregung oder -vorbild, Mehrsprachigkeit (= soziokulturelle Faktoren)

Welche Symptome zeigt eine Sprachentwicklungsstörung?

            
  • eingeschränkten aktiven (das Kind benennt einen Gegenstand direkt) oder passiven Wortschatz (die Wörter, die vom Kind verstanden werden, aber nicht zwingend aktiv benannt werden müssen)
  • Dysgrammatismus, auch morphologisch-syntaktische Störungen genannt: Die Anwendung der Grammatik ist entweder fehlerhaft oder unvollständig. Die Artikel werden z.B. falsch verwendet, Einzahl-Mehrzahl kann schlecht eingehalten werden, die Satzbildung ist fehlerhaft, die vier Fälle werden falsche verwendet, ...
  • Sprachverständnisstörungen: Das Kind kann Wörter, Sätze oder kleine Aufträge nicht korrekt verstehen. Es reagiert z.T. nicht auf ihm gegebene Aufträge/Anweisungen, wird schnell aggressiv, ...
  • Pragmatisch-kommunikative Störungen: Das Kind kann sich nicht verständlich über Erlebtes äußern. Hierbei können sowohl die  sprachliche und nicht sprachliche Ebene betroffen sein.

Was ist aus therapeutischer Sicht wichtig, und wovon ist eine Sprachentwicklungsstörung in der Therapie abzugrenzen?

Immer wichtiger wird die Unterscheidung zwischen Sprachförderung und logopädischer Therapie. Diese Abgrenzung ist vor  allem bei der Therapie von mehrsprachig aufwachsenden Kindern immer mehr zu  berücksichtigen. Liegt in der Muttersprache des zu behandelnden Kindes eine  Sprachentwicklungsstörung vor, oder eine phonetisch-phonologische Störung oder myofunktionelle Störung, so ist eine logopädische Therapie indiziert. Hat das Kind allerdings "nur" Schwierigkeiten mit dem "Fremdspracherwerb" der Deutschen  Sprache, fällt dies unter den Gesichtspunkt der Sprachförderung.

Schwierig ist es für den behandelnden Therapeuten, festzustellen, ob bei dem von ihm behandelten Patienten eine  Sprachentwicklungsstörung in der Muttersprache vorliegt, oder nicht.

Hier setzt meine Praxis seit 2014 genauer an, und  bietet Ihnen die Möglichkeit einer multilingualen rezeptiven Sprachentwicklungsdiagnostik in 16  Sprachen mit nativen Sprechern an. Sie haben Fragen hierzu? Gerne stehen wir  Ihnen unter 08031-2082391, oder per  Email mit Rat und Tat zur Seite.


(c) by Stephan B. Krahn
 
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü